„Ein Signal der Vielfalt“

veröffentlicht: 6. Mai 2026
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Aktionsveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag auf dem Stummplatz warb für die nationalen Spiele von Special Olympics vom 15. bis 20. Juni im Saarland

Fröhlich und bunt präsentierte sich die Aktionsveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag auf dem Stummplatz, mit der die Organisator*innen gleichzeitig auch für die nationalen Spiele der Special Olympics warben, die vom 15. bis 20. Juni im Saarland stattfinden werden.

Zu „We will rock you“ von Queen gab es einen Flashmob auf dem Stummplatz, an dem sich auch Landtagspräsidentin Heike Winzent, gleichzeitig Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen, und Reinhold Jost, der saarländische Minister für Inneres, Bauen und Sport, beteiligten.  Sebastian Thul, Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium, war ebenfalls zu der Veranstaltung gekommen.

Um für Vielfalt zu werben, trugen viele der Teilnehmer*innen bunte Socken. Weitere farbenfrohe Strümpfe hingen an einer Informationswand. Hinter jeder dieser Socken verbarg sich ein Mensch mit Down-Syndrom. Ein QR-Code führte zu einem YouTube Kanal, auf dem sich diese Menschen mit einem kurzen Video vorstellten und etwas über sich und ihre Wünsche und Ziele erzählten.

Beschäftigte der vevio gGmbH hatten eine Straße der Sinne aufgebaut, an der die Besucher*innen hören, schmecken, riechen und fühlen konnten. Der inklusive Chor „Wir sind wir“ trug die Hymne vor, die eigens für die Special Olympics komponiert worden war. Viele Besucher*innen der Veranstaltung trugen T-Shirts mit dem Spruch „Dabeisein ist Saarland“, dem Motto der nationalen Spiele von Special Olympics.

„Besondere Menschen bereichern die Gesellschaft“, erklärte Reinhold Jost, der saarländische Minister für Inneres, Bauen und Sport. „Wir werden nie mehr zulassen, dass ihr aussortiert werdet“, betonte der Minister. „Wir sind froh, dass ihr Teil dieser Gesellschaft seid“, so Jost weiter. Das Saarland werde die nationalen Spiele der Special Olympics, die vom 15. bis 20. Juni im Saarland stattfinden werden, zu einem großen Fest machen und zehn Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau von Sportstätten investieren. „Wir wollen zeigen, dass wir gute Gastgeber sind“, betonte der Minister.

Die Veranstaltung zum Welt Down-Syndrom-Tag sei ein Zeichen der Wertschätzung und ein Signal der Vielfalt, das von Neunkirchen ausgehe, erklärte Lisa Hensler, die Bürgermeisterin der Kreisstadt Neunkirchen. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, fand auch Lebenshilfe-Ressortleiterin Sonja Alt, die auch die Halbtagsfahrten bei der Lebenshilfe Neunkirchen organisiert. Sie hatte den Besuch der Veranstaltung an diesem Tag in das Programm der Halbtagsfahrt aufgenommen.

„Ich finde es gut, dass es eine solche Veranstaltung gibt, um auf die Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam zu machen“, betonte Irina Dörr, deren Sohn Carsten das Down-Syndrom hat. „Es müsste noch mehr solcher Veranstaltungen geben“, findet Hans Georg Salzmann, dessen Enkelin Zoe auch das Down-Syndrom hat und die Eric Carle Schule in Mainzweiler besucht. Bei der Eric Carle Schule handelt es sich um eine Förderschule geistige Entwicklung, die von der Lebenshilfe Neunkirchen getragen wird. „Wir sind froh, dass es solche Einrichtungen wie die Eric Carle Schule gibt, in der unsere Kinder gefördert werden“, ergänzt Christoph Dorscheid, dessen Sohn Elia ebenfalls das Down-Syndrom hat und die Einrichtung der Lebenshilfe Neunkirchen besucht.

„Am Welt-Down-Syndrom Tag fanden in sechs saarländischen Städten solche Aktionen statt“, informierte Horst Friedrich von der Agentur Friedrich & Friedrich, die die Veranstaltungen im Auftrag des saarländischen Innenministeriums organisiert hatte.


Landtagspräsidentin Heike Winzent (hintere Reihe 3. von links) und Lebenshilfe-Ressortleiterin Sonja Alt (hintere Reihe 4. von links) mit Besucher*innen des Welt-Down-Syndrom-Tages.


Minister Reinhold Jost (rechts), Bürgermeisterin Lisa Hensler (2. von rechts) und Landtagspräsidentin Heike Winzent (4. von rechts) waren zu der Veranstaltung auf den Stummplatz gekommen.   
Fotos: Lebenshilfe Neunkirchen/Christine Schäfer

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