Fackelzug im Vorfeld der Special Olympics startete auf dem Schulhof der Rothenbergschule – Zahlreiche Gäste waren dabei
Sie trommelten im wahrsten Sinn des Wortes für Special Olympics. Die Gruppe Samba Total aus Marpingen unter der Leitung von Christof Thome begleitete am Sonntagmorgen den Fackelzug im Vorfeld der Special Olympics durch Dirmingen. Die Athlet*innen Timea, David und Luca, alle Schüler*innen der Rothenbergschule, nahmen die Flamme in Form einer Grubenlampe auf dem Außengelände der von der Lebenshilfe Neunkirchen getragenen Förderschule entgegen. Unterstützt wurden sie dabei von dem siebenjährigen Linus. Die „Flamme der Hoffnung“ wurde am 19. Mai in Berlin entzündet und ist seit dem 2. Juni im Saarland als Gastgeber der nationalen Spiele von Special Olympics unterwegs.
Fast der ganze Ort schien auf den Beinen, um den Fackelzug vom Gelände der Rothenbergschule zum Feuerwehrfest in der Dorfmitte zu begleiten. Man wolle mit den Special Olympics ein Zeichen setzen, erklärte der saarländische Sportminister Reinhold Jost bei der Übergabe der Fackel auf dem Schulhof der Rothenbergschule. „Menschen mit Beeinträchtigung sind besondere Menschen, die unsere Gesellschaft bereichern und nie mehr ausgegrenzt werden dürfen“, so der Minister weiter. Es sei toll zu sehen, wie viele Menschen sich mit der Idee von Special Olympics identifizieren. „Machen wir die Spiele zum saarländischen Sommermärchen“, erklärte Reinhold Jost. „Wir im Saarland haben zwar nicht das meiste Geld, aber wir haben das größte Herz und sind verdammt gute Gastgeber“, findet der Minister.
Seit mehr als 50 Jahren stehe Dirmingen zu seiner Rothenbergschule, erklärte der Dirminger Ortsvorsteher Frank Klein, der sich freute, dass sich so viele Einwohner*innen an dem Fackelzug durch den Ort beteiligten. Den Fackellauf bezeichnete der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld als Zeichen für Toleranz und Gemeinsinn.
Für die 16-jährige Timea war es ein tolles Erlebnis, die Fackel in Form der Grubenlampe durch den Ort zu tragen. Sie findet Special Olympics toll und freut sich schon auf ihren Wettbewerb im Rollerskating. „Die Teilnahme an Special Olympics stärkt Timeas Selbstbewusstsein und fördert auch ihre Selbstständigkeit“, schildern Timeas Eltern ihre Eindrücke. Auch der 18-jährige Luca und der ein Jahr ältere David tragen die Lampe mit spürbaren Stolz durch den Ort. Die beiden Schüler der Rothenbergschule starten bei Special Olympics in Leichtathletik-Wettkämpfen.
Angelina und Lars Weber folgten mit ihrer vierjährigen Tochter Emilia dem Fackelzug. „Da wir in Dirmingen wohnen und unsere Tochter von der Arbeitsstelle für Inklusionspädagogik der Lebenshilfe Neunkirchen betreut wird, fühlen wir uns der Idee von Special Olympics schon verbunden“, betonte Lars Weber.
Am Feuerwehrfest endete der offizielle Teil des Fackellaufs. Dort begrüßte die Kreisbeigeordnete Daniela Feld die Gäste. In ihren Augen passen Special Olympics und Freiwillige Feuerwehr perfekt zusammen, weil sie ein Zeichen für Inklusion und Zusammenhalt setzen. Zu den Vertretern der Politik, die den Fackellauf begleiteten, zählten die Staatssekretäre Sebastian Thul und Torsten Lang sowie der Landtagsabgeordnete Stefan Löw. Die Grubenlampe trat ihren Weg nach Illingen an, wo sie u.a. von Landtagspräsidentin Heike Winzent, der Vorsitzenden der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen, dem Illinger Bürgermeister Andreas Hübgen und Sonja Alt, der Prokuristin der Lebenshilfe Neunkirchen, empfangen wurde. Nach Illingen machte die Fackel dann auf dem Altstadtfest in Ottweiler Station.

Zu den Besucher*innen des Fackellaufs im Illinger Burgpark
zählte auch der Illinger Bürgermeister Andreas Hübgen (Bildmitte).
Foto: Lebenshilfe Neunkirchen/Sonja Alt

Vor der Rothenbergschule in Dirmingen: Der saarländische Sportminister Reinhold Jost,
Alfons Baltes, Luca, David, Timea, der Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld,
Linus mit seiner Mutter, Ortsvorsteher Frank Klein und Matthias Hoffmann (von links).
Foto: Lebenshilfe Neunkirchen/Christine Schäfer




